Persegrin – Ritter mit Herz

Die Originalversion dieses Hörspiels stammt aus dem Jahr 2016. In dem Jahr habe ich mich viel mit Sagen-Stoffen beschäftigt. Die Parzival-Geschichte rund um die Gralsburg hat mich fasziniert. In “Persegrin” werden drei Sagen zu einer neuen Geschichte verwoben. “Parzival”, “Lohengrin” und “Tristan und Isolde” haben hier ihre Spuren hinterlassen. Die Musik zum Hörspiel hat Oliver Geister mit Gitarre eingespielt und auf dem berühmt-berüchtigten Tristan-Akkord aufgebaut (aus Wagners Ouvertüre der Oper “Tristan und Isolde”). Ich hoffe, dass das Märchen auch ohne Vorkenntnisse der genannten Sagen funktioniert. Mit Vorkenntnissen aber sollte es das eine oder andere zu entdecken geben.

Ein junger Mann im Narrenkostüm kommt einer Fee zu Hilfe und verrät ihr, dass er Ritter werden möchte. Ein aus Versehen getrunkener Zaubertrank gefährdet sein Ziel.

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Der Küchenjunge

Am Sonntag ist es mal wieder soweit: Ein neues Radiomärchen wird im Rahmen der Sendung “Klassik für Kinder” gesendet. Es heißt “Der Küchenjunge” und erzählt von etwas höchst Alltäglichem: einem verstopften Abfluss. Aber der Grund führt den Koch und vor allem den Küchenjungen in ein kleines Abenteuer.

Termin: Sonntag, 26.05.2024, RBB Radio 3, Klassik für Kinder

Als Hörspiel-Musik habe ich Stücke des ungarischen Komponisten Ferenc Farkas (1905-2000) ausgewählt. Zur Hören sind Ausschnitte aus folgenden Kompositionen:
– Lavotta Suite For Chamber Orchestra II. Menuet
– March Suite For Chamber Orchestra III. Allegro Vivace
– Concertino Rustico for Alphorn and String Orchestra

Folgende Mitwirkende haben den Rollen ihre Stimmen gegeben: Carla Miller (Illustratorin und Schauspielerin) ist als Königin zu hören. Tilman Rademacher (Schauspieler und Autor) spricht die Rolle des Kochs. Als Spezialist für Abwasserrohrreinigungsnotwendigkeiten ist Richard Pothmann (Architekt und Schauspieler) dabei. Und die Titelrolle des Küchenjungen hat Mika Latour übernommen (derzeit FSJ Kultur im Theater Münster).

Die Zauberpuppe

Das Märchen von der “Zauberpuppe” habe ich im Frühjahr 2001 geschrieben. Es war eines der ersten Radiomärchen und das erste, das um die zehn Minuten lang war. (Die vorherigen Märchen waren kürzer.)  Das hier entstandene Format war so sicher nicht geplant, sondern hat sich ergeben. Es ist aber nach den vorherigen Versuchen das Märchen-Hörspiel, das den Weg für die meisten meiner folgenden vorgezeichnet hat. Für CD-Produktionen habe ich das Märchen 2006 und 2010 überarbeitet. Die nun im Podcast veröffentliche Fassung orientiert sich an der aus dem Jahr 2010, ist aber in vielerlei Hinsicht erneuert.

Ein böser Zauberer möchte den König stürzen, um seine Stelle einzunehmen. Dafür macht er sich zu Nutze, dass die Prinzessin Puppen sammelt: Er jubelt ihr eine verhexte Puppe unter, und bald schon schwebt die Prinzessin in Lebensgefahr. …

Mit den Stimmen von Tabea Peitz (Prinzessin), Tilman Rademacher (Zauberer), Oliver Geister (Held), Martin Peitz (Weiser Mann) und Sophia Peitz (Puppe). Musik: Oliver Geister, Variationen von Ludwig van Beethovens “Für Elise”.

Peter der Prächtige

Seit heute ist “Peter der Prächtige” im Podcast zu hören. Die ursprüngliche Fassung des Märchenhörspiels ist bereits zwanzig Jahre alt. Die Geschichte zählte immer zu denen, die mir besonders am herzen lagen. Die Neuproduktion beinhaltet die Originaldialoge aus dem Jahr 2004. Erzähltext, Musik und Geräusche sind neu produziert.

Inhaltlich verknüpft das Hörspiel die Figur des Sonnenkönigs (Ludwig XIV.) mit dem Märchen “Vom Fischer und seiner Frau”. So ist “Peter der Prächtige” ein Märchen, das sich mit den Thema “Größenwahn” beschäftigt und gleichzeitig die Epoche des “Barock” durchscheinen lässt.

Inhalt: König Peter der Dritte hat großes vor. Sein Schloss soll umgebaut werden, um sich mit den Prunkbauten in Frankreich messen zu können. Auf Geld kann er dabei keine Rücksicht nehmen …

Mit den Stimmen von Stephan Voß (König Peter), Tobias Kölling (Schatzmeister), Ralf Kellershohn (Architekt) und Albert Kötting (Künstler). Musik: Oliver Geister

Das Märchen ist auch in dem Buch Der Märchenprinz enthalten.

Der Mai-Schmaus

Der Baron (Tilman Rademacher) hat ein geordnetes Leben. Sein Knecht (Stephan Voß) und seine Köchin (Tabea Peitz) kümmern sich um seine Anliegen, sodass er frühstücken, Zeitung lesen und im Garten spazieren kann. Den 1. Mai möchte er gerne mit einem festlichen Essen feiern. Dazu soll eine Kuh geschlachtet werden. Doch dieses vom Knecht auf dem Markt gekaufte Tier ist über Nacht aus seinem Gehege verschwunden. …

Das Märchen thematisiert vordergründig das Tierwohl und unsere Ernährungsgewohnheit. Als Musikmärchen stehen Glocken im Mittelpunkt: Tischglocke, Kirchenglocke, Kuhglocke und Alarmglocke kommen zum Einsatz. Als Hörspielmusik habe ich La Campanella (“Das Glöckchen”) in der Klavierversion von Franz Liszt verwendet. Das Stück beruht auf einem Rondo aus einem Violinkonzert von Niccolò Paganini, das ebenfalls zum Einsatz kommt.

Sendetermin: Sonntag, 28.04.2024, 8:00 Uhr in der Sendung Klassik für Kinder, RBB, Radio 3.

Normalität und Erdbeerkuchen

Vor ein paar Tagen ist die April-Ausgabe der TPS (Theorie und Praxis der Sozialpädagogik) erschienen. Es ist ein Themenheft, das sich um den Gender-Begriff (und damit verbunden auch das “Gendern”) dreht. Ich durfte den Artikel “Normalität und Erdbeerkuchen” beisteuern. Ich beschäftige mich in dem Artikel mit dem, was wir “normal” finden und mit der Frage, wie so etwas wie “Normalität” in unserem Denken entsteht. Dabei ist Normalität immer nur ein Schein. Weitere Aspekte des Artikels thematisieren das Aufwachsen von Kindern heute, die Frage, welche “Normalität” sie kennenlernen und Reflexionen darüber, wie wir sie am besten auf die Zukunft vorbereiten können, in der sich ganz sicher manches, das uns heute “normal” erscheint, verändern wird.

Die Frau des Droschkenkutschers

Es war einmal vor langer Zeit, als die Menschen noch ganz anders geredet und sonderbare Wörter verwendet haben.

In diesem Märchen, dessen ursprüngliche Fassung aus dem Mai 2016 stammt, geht es um Sprache. Ich habe mich gefragt, ob Dialoge auch dann noch verstehbar sind, wenn sämtliche Verben durch Fantasiewörter ausgetauscht werden. Gleichzeitig geht es um die Redewendung “fluchen wie ein Droschkenkutscher”.

Inhalt: Der Prinz zahlt dem Droschenkutscher seinen Lohn nicht, woraufhin dieser seinem Ärger Luft macht, was nun wieder dem Prinzen nicht gefällt…

Mit den Stimmen von Tilman Rademacher (Kutscher), Sarah Giese (Frau des Kutschers), Stephan Voß (Prinz) und Björn Kiefer (Soldat). Musik: Oliver Geister

Der Zauberlehrling

Das Ergebnis des Wunschhörspiels: Durchgesetzt haben sich die Hauptfigur Zauberer, Nebenfigur Einhorn und das Thema Verwünschung.

Ein erfahrener Zauberer entschließt sich, erstmals einen Lehrling anzunehmen. Bald findet er einen, doch der erweist sich als etwas ungeschickt. …

Mit den Stimmen von Mika Latour (Zauberlehrling), Tilman Rademacher (Zauberer), Ines Bollmeyer (Fee) und Tabea Peitz (Einhorn). Musik: Oliver Geister.