Statt Action und Eskalation stehen in meinen Friedensmärchen bewusst leise Töne, ungewöhnliche und manchmal sogar poetische Lösungen im Mittelpunkt. Konflikte werden nicht durch Gewalt, sondern durch Fantasie, Klugheit oder Versöhnung gelöst. Dies soll ein Versuch sein, Friedfertigkeit anstelle von Kampfbereitschaft und Überlegenheit als Tugend abzubilden.
Zunächst kam dabei 2006 das Märchenhörspiel „Der Poesieminister“ heraus. Weitere Märchen sind „Der Schneemann“ (erste Version: 2012) , „Hexenjagd und Süßgebäck“ (2013) und „Der General“ (2025).

Christian Peitz – zeitgenössischer Märchenautor, bekannt aus „Klassik für Kinder“ (RBB) und zweifach ausgezeichnet mit dem EinsLive-Kurzhörspielpreis – erzählt und produziert seit mehr als 25 Jahren eigene Hörspiele.
In diesem Podcast präsentiert er moderne Märchen aus eigener Feder. Die Geschichten verbinden Humor und Nachdenklichkeit und sind voller alter Motive und neuer Ideen – geeignet für Erwachsene mit Sinn für Fantasie und Kinder, die gut zuhören können.
Die Hörspiele entstehen in sorgfältiger Studioarbeit mit einem Ensemble aus Münster und Bielefeld. Mit dabei:
Tilman Rademacher, Tabea Peitz, Sarah Giese, Stefan Naszáy, Christoph Tiemann, Oliver Geister, Stephan Voß, Janet Sperber, Björn Kiefer, Dirk Wittke, Ines Bollmeyer, Mika Latour und viele andere.
Ob zum Einschlafen oder gemeinsamen Wachbleiben: Hier findest du neue Märchen in Hörspiel-Form – liebevoll inszeniert und ohne Werbung. Sie eignen sich auch für Autofahrten mit der Familie oder als Download für Kreativ-Tonies.
Woran du den Podcast erkennst:
• Magische Märchenmomente und kuriose Kassettenkinder-Klänge
• Moderne Märchen mit poetischer Wärme
• Eine ausgewogene Mischung aus Humor und Tiefe
• Hochwertige Independent-Produktionen
• Kostenlos und werbefrei
Wenn dir die Märchen gefallen, freue ich mich über Unterstützung auf ☕ christianpeitz.de/kaffee/
Pädagogischer Hinweis:
Die Hörspiele verzichten auf die typischen Grausamkeiten vieler Volksmärchen.
Kinder ab etwa 5 Jahren können sie gut hören – sofern sie sich auf Hörspiele einlassen können. Sprachförderung inklusive.
(c) TimpeTe – Ein Märchenprojekt von Christian Peitz
Ein Hörspiel über Macht und Musik – nicht nur für Erwachsene.
Inhalt: Als die Königin krank wird, übernimmt der oberste General ihre Vertretung. Ihren Auftrag, sich um die Gesundheit des Volkes zu kümmern nimmt er sehr ernst und ordnet Maßnahmen an, die ihn letztlich in kaum lösbare Probleme verstricken. …
🕊️ Ein Hörspiel zum Internationalen Friedenstag am 21. September.
Mit den Stimmen von: Janet Sperber (Königin), Tilman Rademacher (General), Tabea Peitz (Hofrätin) und Ole Sperber (Soldat). Hörspielmusik: Oliver Geister. Märchen und Hörspielproduktion: Christian Peitz
Lust auf mehr? Wenn Dir dieses Märchen gefallen hat, hör auch Folge 7 „Der Poesieminister“. Auch darin geht es um Frieden. …
Weitere Informationen gibt es auf der Website von Christian Peitz: [www.christianpeitz.de]

Musik der Friedensmärchen
In den Friedensmärchen spielt immer wieder auch die Musik eine wichtige Rolle.
Für Der Poesieminister greift Oliver Geister das Thema aus der „Romanze“ von Prokofjiew (1891-1953) auf. Die „Romanze“ stammt aus der Suite „Leutnant Kishe“ (auch „Kije“). Das Thema wurde 1985 auch von Sting verwendet. Durch Stings „Russians“ bekam die Melodie eine neue Bedeutungsebene und kann heute auch als Friedensmelodie verstanden werden. Genau so wird sie in diesem Hörspiel verwendet. In Der General wurde eine Marschtrommel verwendet, die aus Beständen der Hitlerjugend stammt (Prägejahr 1942) und im Hörspiel dem Frieden den Takt geben soll.
Hintergrund: Warum Friedensmärchen?
In dem Film Der Himmel über Berlin gibt es die Figur des Homer, der sich in der Gegenwart des Jahres 1987 in der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz in Berlin aufhält und sich Gedanken macht. Eines der ihm von Autor Peter Handke in den Mund gelegten Zitate bewegt mich, seit ich den Film das erste Mal gesehen habe.
„Was ist denn am Frieden, dass er nicht auf die Dauer begeistert und dass
sich von ihm kaum erzählen lässt?“
Eine profane Assoziation zu diesem Zitat ist, dass Christopher McKee in seinem Buch Story. Die Prinzipien des Drehbuchschreibens. betont, das oberste Prinzip des Erzählens sei der Konflikt. Konflikte machen eine Geschichte interessant. Das ist natürlich keine erschöpfende Antwort in Bezug auf die Frage, gibt aber möglicherweise einen Hinweis: Ist Frieden als Erzählstoff nicht interessant genug, um zu unterhalten?
Viel sinnvoller als das Beantworten der zitierten Frage finde ich ohnehin, sie so stehenzulassen. Im besten Falle inspiriert sie. Sie kann einladen über den großen Frieden nachzudenken, also über die Abwesenheit von Krieg und dem, was verharmlosend als „bewaffneter Konflikt“ bezeichnet wird. Sie kann aber auch zu Gedanken über den privaten Frieden führen, über Friedfertigkeit als Eigenschaft und als Wert in persönlichen Begegnungen.
Fazit: Weil Frieden im klassischen Erzählen oft schwer greifbar bleibt, können Friedensmärchen dazu einladen, Frieden und Friedfertigkeit als Haltung und Wert bewusst wahrzunehmen.
Nachtrag: Grausamkeit in Märchen
In Bezug auf Märchen gibt es die Zuschreibung der Grausamkeit, die immer wieder zu märchenpädagogischen Debatten führt. Sollte man Kinder vor Märchen schützen, weil die Grausamkeiten sie traumatisieren? Oder sind die Grausamkeiten gerade gut, weil sie dem Kind helfen innere Konflikte zu lösen und zu reifen? Klar ist: Die Zuschreibung der Graumkeit passt auf viele Volksmärchen, ist aber als pauschales Urteil nicht haltbar. (Zum Thema „Märchen und Grausamkeit“ empfehle ich den Aufsatz Achtung böse! von Dr. Oliver Geister. PDF öffnet sich im neuen Fenster.)
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