Hexen und Feen sind bisweilen für ihre extravaganten Wohnbedürfnisse bekannt. Hexenhäuser und Feendomizile sind besonders. In diesem Sinne werden nun sechs Gebäudetypen vorgestellt, die vor allem im Märchenwald zu finden sind:
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1. Das bodenständige Modell: das Waldhaus
In Märchen oft eher unspektakulär, und dennoch kann darin Abenteuerliches geschehen. Das klassische Waldhaus ohne weitere Besonderheiten kommt in zahlreichen Märchen vor. Es dient Feen und Hexen, aber auch Räubern als Zuhause.
Beispiele:
2. Das zeitlos-appetitliche Knusperhaus
Niemand würde es übersehen. Lebkuchen, Zuckerguss, Gebäck, Marzipan – das Knusperhaus ist Einladung und Warnung zugleich. Weltberühmt durch „Hänsel und Gretel“. Aus der Weihnachtszeit als Sonderproduk der Konditorei nicht wegzudenken. Und auch im Podcast Märchenhörspiele kommt es vor.
Beispiel:
3. Wohnen auf zwei Beinen: die Hütte Hühnerbein
Kaum ein Haus ist so eigenwillig wie dieses. Es steht nicht einfach da. Es kann sich bewegen. Bekannt ist die Hütte auf Hühnerbeinen durch die russischen Märchen. Hier ist sie Wohnhaus der Hexe Baba Jaga. Und auch im Podcast kommt sie vor. (Baba Jaga hat nicht nur ein interessantes Haus, sondern auch ein interessantes Fortbewegungsmittel: einen fliegenden Mörser.)
Beispiel:
4. Für spezielle Bedürfnisse: der Rapunzel-Turm
Schlank, hoch, abgeschlossen. Ein Gebäude, das maximalen Rückzug bietet. Wie wir aus Rapunzel wissen: leider unfreiwillig. Denn dieser Turm wird nicht als Wohngebäude, sondern als Gefängnis verwendet. Man kommt auf unterschiedliche Weise hinauf und herunter: mit dem Hexenbesen, über eine sehr lange Leiter (meist nicht verfügbar) oder über die langen Haare der eingesperrten Person.
Beispiel:
5. Unterirdisch und diskret: das Brunnen-Domizil
Ach, diese geheimnisvollen Brunnen. „Das blaue Licht“, „Der Froschkönig“, „Frau Holle“, … Brunnen sind oft Portale, aber manch eine Hexe oder Fee, die auf Diskretion Wert legt, bevorzugt unterirdisches Wohnen. Manche Hexe nutzt das unterirdische Reich auch nur als Schatzhort. Beachtenswert sind diese Brunnen jedenfalls immer.
Beispiele:
- dürfen aus Diskretionsgründen nicht genannt werden
6. Wohnromantik mit Aroma: die Wohnkanne Feentraum
Ein Haus wie eine Teekanne? Oja! Die sogenannte Wohnkanne ist verspielt, sanft, leicht schräg. Sie verbindet Häuslichkeit mit Fantasie und ein wenig Duft nach Kräutern oder heißem Wasser. Wie man wohnt, ist letztlich eine Typfrage. Und die Hexen und Feen, die in Wohnkannen anzutreffen sind, zählen zu den eher besonderen Charakteren.
Beispiele: