Den lugabugischen Elfen begegnet man selten, und wenn man sie trifft, sind sie kaum einmal allein unterwegs. Sie treten fast ausschließlich in Gruppen zu elft auf – eine Zahl, die in ihrem Denken und Handeln eine besondere Rolle zu spielen scheint. In dieser Gemeinschaft entfalten sie ihre eigentliche Stärke: eine feine, schwer zu fassende Form der Magie, die weniger durch große Gesten als durch Verschiebungen von Bedeutung wirkt.
Elfen sind etwas fußgroß und haben jeweils zwei Flügelpaare am Rücken. Auffällig ist nicht nur ihre Gestalt, sondern auch ihre Sprache. Elfen bedienen sich bekannter Wörter, ordnen sie jedoch auf eigentümliche Weise neu an. So entstehen Sätze, die vertraut klingen und doch eine andere Logik offenbaren – als folgten sie Regeln, die dem menschlichen Verständnis nur am Rand zugänglich sind.
Ihr Wesen gilt als reizbar. Wer ihre Orte achtlos betritt oder ihre Rituale stört, riskiert mehr als nur Missfallen. Diese Rituale vollziehen sie bevorzugt zu Voll- und Neumond an abgelegenen, oft erhöhten oder umgrenzten Plätzen: auf Lichtungen, Hügeln oder kaum zugänglichen Flussinseln.
In Bezug auf klassische Märchen lohnt sich die Sammlung „Irische Märchen“. Die Brüder Grimm haben hier als Übersetzer fungiert und die Sammlung mit dem bemerkenswerten Aufsatz „Über das Wesen der Elfen“ eingeleitet (1826).
Klassische Elfen-Märchen
- Jacob und Wilhelm Grimm: „Irische Märchen“
