Spuk ohne Schrecken

Grusel gehört irgendwie zu dunklen Nächten, knarzenden Türen und alten Schlössern – aber in meinen Märchen sorgen klassische Spukgestalten selten für einen Schauer. Auch Gespenster haben ihre Sorgen. Sie haben ihren eigenen Kopf und erschrecken ihre Zeitgenossen höchstens im Notfall. Meist schimmern sie, stolpern, seufzen, geben gut gemeinte Ratschläge oder warten seit Ewigkeiten darauf, endlich einmal ernst genommen zu werden.

Gespenster und Monster tauchen hier als ganz „normale“ Märchengestalten auf. Dabei erzeugen sie die unterschiedlichsten Dynamiken – von skurril bis sanft melancholisch –, und wirklich „gruselig“ wird es nur ganz selten.