Beim Stichwort „Räuber“ stellt wohl Räuber Hotzenplotz (Otfried Preußler) alle Kollegen in den Schatten. Dabei kommt der Räuber auch in Märchen vor, wenn auch eher am Rande. Hier zählt er zu den menschlichen Bösewichten und den Gefahren des Waldes. Der Räuber lebt am Rande der Gesellschaft und bewohnt eine Hütte (oder Höhle) im tiefen Wald.
Allerdings können Räuber durchaus gebildet sein, wie wir in „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ erfahren. Hier lesen sie einen königlichen Brief und bringen an seiner Stelle einen gefälschten auf den Weg. Dadurch zeigen sie auch, worum es ihnen eigentlich geht: Sie handeln gegen den König.
Märchen mit Räubern
Klassische Räuber-Märchen
- Jacob und Wilhelm Grimm: „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, „Die Bremer Stadtmusikanten“, „Der Räuberbräutigam“, … aus „Kinder- und Hausmärchen“
- Hans Christian Andersen: „Die Schneekönigin“
- Wilhelm Hauff: „Das Wirtshaus im Spessart“
- Astrid Lindgren: „Im Wald sind keine Räuber“ aus „Märchen“
- Tausendundeine Nacht: „Ali Baba und die vierzig Räuber“
- Janosch: „Drei Räuber und ein Rabenkönig“, „Antek Pistole“ aus den gleichnamigen Kinderbüchern